Gründerväter

Gründerväter

Als etwa ein Dutzend Gründerväter der Bindweider Bergkapelle im Jahre 1876 offiziell den Grundstein für eine Musikkapelle im kleinen Dorf Hommelsberg legten, konnten sie noch nicht erahnen, dass sie mit diesem wichtigen Schritt einen Kulturträger ersten Ranges aus der Taufe hoben. Das Rückgrat der Kapelle bildete von Anfang an die alte „Musiker-Dynastie“ Roth aus Hommelsberg (heute Malberg). Schon zum 50-jährigen Bestehen 1926 schrieb ein Chronist: „Vier Brüder dieser Familie gehören von der Gründung bis auf den heutigen Tag der Kapelle an.“ 
Bereits 1926 genossen die „Bindweider“ in der Bevölkerung einen guten Ruf und einen beachtlichen Bekanntheitsgrad. „Bis weit in das Siegerland und bis an den Rhein wurde die Kapelle zu Konzerten verpflichtet“, lautete eine Jubiläumsnotiz zum 50-jährigen Bestehen von 1926.

Das Bild zeigt die Kapelle im Jahre 1927.
Wie zeitgenössische Niederschriften belegen, ging des 1876 den „Männern der ersten Stunde“ vor allem darum, in der Erhabenheit der Musik ein Stück Erholung vom harten Bergmannsalltag zu suchen und - wie sich schon bald herausstellen sollte - auch zu finden. In dunklen Stollen und Schächten der Eisenerzzeche „Bindweide“ zwischen Malberg, Rosenheim und Steinebach festigte sich bei den Männern mit ihren rauen Hüllen und schwieligen Händen die starke Sehnsucht nach einem geruhsamen Feierabend bei Musik und Gesang.

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